Als Hilfsmittel für die betriebene Forschung wurden Sammlungen
von Instrumenten und Naturalien sowie eine Bibliothek und ein botanischer
Garten aufgebaut, welche später dem Unterricht an den neu gegründeten
naturwissenschaftlichen Instituten der Universität Zürich (1833)
dienten. Die 1855 eröffnete ETH profitierte unter anderem von der
von Gessner bereits 1759 errichteten Sternwarte (die verschiedene Standorte
hatte). Outsourcing war schon im 19. Jahrhundert Mode – so wurden auch
die seit 1746 gesammelten Wetterdaten der neugegründeten Meteorologischen Anstalt
übergeben. Weitere interessante Details zum Leben und Wirken von Johannes
Gessner finden sich im Neujahrsblatt auf das Jahr 1996 von Urs Boschung.
In den Gründerjahren war das Hauptziel durch sorgfältige
Beobachtungen und Versuche "zu genauer Erkenntniß der Natur" zu gelangen.
Dieses Ziel hat sich inzwischen im Prinzip nicht geändert,
wenn auch bei den Versammlungen der NGZ kaum mehr Experimente
durchgeführt werden. Wichtig sind weiterhin die Förderung aller
Naturwissenschaften sowohl in den grundlegenden, wie auch in den angewandten
Gebieten. Dabei will die NGZ einerseits den Kontakt und den Austausch zwischen
den immer zahlreicheren Disziplinen der modernen Naturwissenschaft, Medizin
und Technik fördern und andererseits der Öffentlichkeit den Zugang
zu fundiertem Wissen in allen Bereichen erleichtern. Zu diesem Zweck werden
öffentliche Vorträge und Exkursionen mit didaktisch hervorragenden,
kompetenten Referenten organisiert und in den Vierteljahrsschriften und
im Neujahrsblatt Übersichtsartikel und Buchbesprechungen von ausgewiesenen
Spezialisten publiziert.
Unsere Gesellschaft und die Naturwissenschaften
können nur weiter existieren und sich entwickeln, wenn sich die Jugend
auch in Zukunft dafür interessiert. Die NGZ trägt
dazu bei, indem jährlich ein Jugendpreis verliehen wird und ein spezielles
Neujahrsblatt für Kinder und Jugendliche abgegeben wird. - Die Themen reichen
von der Kaninchenhaltung über Vulkanausbrüche bis zur Herstellung von
alkoholfreiem Holundersekt.