NATURFORSCHENDE GESELLSCHAFT IN ZÜRICH
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EINLADUNG zu den Vorträgen im Wintersemester 2003/04
ETH-Zentrum, Hauptgebäude, Hörsaal F3, Rämistrasse 101, 8092 Zürich
Beginn der Vorträge 19:30 Uhr
Montag 27.10.03 Biomolekulare Strukturforschung in der Post-Genom Ära: Weg zu neuen Medikamenten; Prof. Dr. Markus Grütter, Nationales Kompetenzzentrum in Strukturbiologie, Biochem. Institut der Universität Zürich
Nach der Entzifferung des Erbgutes ganzer Organismen, einschliesslich des Genoms des Menschen, sind die Wissenschafter auf der Suche nach dem biologischen Sinn der Erbinformation. Die Sequenz eines Gens bestimmt eindeutig die Zusammensetzung und die dreidimensionale Struktur der entsprechenden Proteine, welche eine Vielzahl von Funktionen in einem Organismus bewerkstelligen. Auch in der Schweiz laufen an vorderster Front Forschungsprogramme zur Bestimmung der Struktur und Funktion aller in lebenden Zellen vorkommenden Proteine. An Hand einiger ausgewählter biologischer Systeme soll der Nutzen der strukturbiologischen Forschung für die Entwicklung neuer Medikamente gegen Krebs, neurodegenerativen, Infektions- oder Herzkreislaufkrankheiten erläutert werden.
Montag 10.11.03: Weshalb ist das Fell der Schneehasen im Winter weiss? ; Dr. Veronika Stöckli, Eidg. Inst. für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Davos
Die winterliche Schneedecke bringt neben Freuden für Tourismus und Wintersporttreibende auch etliche Herausforderungen für die Natur. Kälte und Frost bedrohen Struktur und Funktion von Zellen und Gewebe, und die weisse Pracht ist schwerwiegende Belastung für eingeschneite Bäume und Sträucher oder Hindernis bei Futtersuche und Fortbewegung. Gerät die Schneedecke an steileren Hängen in Bewegung so entwickeln sich enorme Druckkräfte, welche alles zerstören, was im Weg steht. Den herausfordernden Bedingungen zum Trotz haben Lebewesen schneereicher Lagen eine Vielzahl raffinierter Strategien und Anpassungen entwickelt, mit den Herausforderungen des Winters zu leben, ja sogar einzig in diesem scheinbar unwirtlichen Lebensraum Schneedecke zu überleben.
Montag 24.11.03: Computertomographie und Bildverarbeitung: Möglichkeiten der kardiovaskulären Diagnostik; PD Dr. med. Simon Wildermuth, Institut für Diagnostische Radiologie, Universitätsspital Zürich
Seit der Einführung der Multidetektor-Technologie in der Computertomographie ist eine Datenaufnahme in deutlich höherer zeitlicher und räumlicher Auflösung möglich. Die grössten Vorteile dieser Gerätegeneration sind neue Möglichkeiten in der kardiovaskulären Diagnostik. Isotrope CT Datensätze im Zusammenhang mit Anwendungen im Bereich der Bildnachverarbeitung, 3D-Visuali- sierung und "Virtual Reality" ermöglichen patienten- spezifische 3D Modelle mit ausführlichster Information zu den Gefässmorphologien und –pathologien. Solche Systeme erlauben eine optimierte Evaluation und Selektion für endovaskuläre Therapien sowie auch entsprechende postoperative Kontrollen. Weitere Möglichkeiten sind Computer gestützte, dynamische Fluss- Simulationen auf Grund der CT Daten, wobei diese intelligenten Werkzeuge Fluss- und Druckdifferenzen vor und nach einer Gefässprothesen-Einlage simulieren.
Montag 08.12.03: Gehirnentwicklung beim Kleinkind und Rehabilitation nach Hirnverletzungen; Prof. Dr. med. Jürg Kesselring, Rheuma- und Rehabilitationszentrum Valens
Das Gehirn ist das Organ des (lebenslangen) Lernens: Es organisiert die Interaktion zwischen Organismus und Umwelt. Stimulation aus der Umwelt führt zu plastischen Veränderungen im Gehirn. Das Lernen motorischer Fähigkeiten erhöht die Dicke der Hirnrinde und verstärkt die Bildung neuer Verbindungen zwischen den Nervenzellen, sowie die Anzahl Synapsen pro Neuron. Eine „herausfordernde Umwelt“ vermag gewisse genetische Einschränkungen bezüglich Hirnfunktionen auszugleichen. Die Regenerationsfähigkeit des erwachsenen Gehirns ist sehr eingeschränkt; funktionelle Reorganisation ist aber immer möglich. Funktionen geschädigter Hirnareale können durch andere Hirnareale übernommen werden; Funktionsdefizite können durch Training vorhandener Funktionen oder durch Hilfsmittel teilweise oder ganz kompensiert werden. In der Neurorehabilitation, nach Verletzungen oder Erkrankungen des Gehirns, werden Strategien verwendet, die auch in der normalen Entwicklung optimale Lernbedingungen schaffen.
Caspase,
am programmierten Zelltod beteiligt
Bächtelistag: Stubenhitze, Donnerstag, 2. Januar 2004, 10:00-12:00 in der Zentralbibliothek
Abgabe des Neujahrsblatts an Mitglieder, Verkauf an Nicht-Mitglieder
"Der Monte San Giorgio im Südtessin - Vom Berg der Saurier zur Fossil-Lager-stätte internationaler Bedeutung"; von Dr. Heinz Furrer
Für Kinder liegt eine Sondernummer bereit: "Mammut vor den Toren Zürichs "
von Susanne Haller-Brem
Eine nähere Beschreibung des Inhalts und ein Bild siehe Liste der Neujahrsblätter.
 

 

Montag 12.01.04: Gefahr von Mülldeponien für das Grundwasser: Geophysikalische Altlasten- erkundung; Dr. Hansruedi Maurer & Prof. Dr. Alan G. Green, Institut für Geophysik, ETH Zürich
In der Schweiz existieren mehr als 50’000 ehemalige Mülldeponien, die eine bedeutende Umweltgefahr darstellen. Um geeignete Sanierungsmassnahmen zu treffen, sind gute Kenntnisse über die Ausdehnung der Deponien, deren Inhalte, die Tiefe des Grundwassers sowie die generelle Charakteristik der umliegenden Gesteine nötig. Diese Informationen können mit Hilfe von zerstörungsfreien, geophysikalischen Messungen gewonnen werden. Ähnlich wie in medizinischen Anwendungen wird dabei der Patient Erde mit seismischen und elektromagnetischen Wellenfeldern durchleuchtet. Die so gewonnenen Daten ermöglichen die Berechnung von dreidimensionalen Untergrundmodellen, die für die Beurteilung der Altlasten von grossem Wert sind.

Montag 26.01.04: Stirbt die Bachforelle im Mittelland aus ?;  Dr. Armin Peter, EAWAG, Kastanienbaum
In vielen schweizerischen Fliessgewässern des Mittellands sind die Fangerträge der Angler für die Bachforelle in den letzten 20 Jahren um zirka 50 % zurückgegangen. Es gibt viele Gründe, weshalb es der Bachforelle zunehmend schlechter geht. EAWAG und BUWAL haben zusammen mit den Kantonen, der chemischen Industrie sowie dem Schweizerischen Fischereiverband das Projekt "Fischnetz" gegründet, das Netzwerk Fischrückgang Schweiz. Wichtige Einflussfaktoren zum Fangrückgang wurden analysiert und eigene Untersuchungen durchgeführt. Welches sind nun die wichtigen Faktoren für den Fangrückgang ? Klimaveränderungen, zunehmender Einfluss von Chemikalien, Zerstörungen der Lebensräume, Überfischung oder eine fehlende Nahrungsbasis? Diese und weitere wichtige Faktoren werden im Vortrag diskutiert und im Zusammenhang mit dem Lebenszyklus der Bachforelle analysiert.

Hauptversammlung 2004
MIT FÜHRUNG DURCH DEN MASOALA REGENWALD DES ZOO ZÜRICH
Samstag, 19. Juni 2004
08.45-09.45 Uhr Hauptversammlung der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich
Klosterstube, «Altes Klösterll», Klosterweg 36, 8044 Zürich
10.00-12.00 Uhr Führung durch den Masoala Regenwald - das neue Erlebnis im Zoo Zürich.
Madagaskars tropische Regenwälder beherbergen eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Viele dieser Arten gibt es nur auf Madagaskar. Im Zoo Zürich haben Sie die Möglichkeit diesen einzigartigen Lebensraum zu entdecken. Masoala Regenwald heisst er und ist dem Masoala Nationalpark im Nordosten Madagaskar nachempfunden.
Tauchen Sie ein und entdecken Sie Chamäleons und Geckos, riechen Sie Ylang Ylang oder Fledermausblumen und beobachten Sie Rote Varis auf ihren Ausflügen. Unsere Zooführerinnen und Zooführer bereichern Ihren Aufenthalt in tropischer Atmosphäre mit spannenden Informationen rund um den Masoala Regenwald. 
12.00 Uhr  Ende Programm

TRAKTANDEN DER HAUPTVERSAMMLUNG
1. Mitteilungen
2. Genehmigung des Protokolls der Hauptversammlung vom 10. Mai 2003
3. Genehmigung der Jahresberichte der NGZ über das Jahr 2003
4. Betriebsrechnung. Budget und Bilanz
5. Bericht der Rechnungsrevisoren
6. Wahlen
7. Varia


Programm 2002/03
Programm 2001/02
Programm 2000/01