NATURFORSCHENDE GESELLSCHAFT IN ZÜRICH
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Vorträge im Herbstsemester 2008
ETH-Zentrum, Hauptgebäude, Hörsaal F5, Rämistrasse 101, 8092 Zürich
Beginn der Vorträge 19:30 Uhr
Montag 29.09.08
Virus, wohin des Wegs? Wirtswechsel und ihre Folgen für die menschliche Gesundheit
Prof. Dr. Martin Schwyzer
Virologisches Institut, Vetsuisse-Fakultät
Einführung:
Viren vermehren sich nur in lebenden Wirtszellen. Erfolgreiche Viren verursachen oft milde oder inapparente Infektionen und lassen ihren angestammten Wirt am Leben. Bei einem Wirtswechsel kann dieses Gleichgewicht der Kräfte gestört sein. Der neue Wirt ist auf den Erreger nicht vorbereitet und erkrankt schwer. Umge¬kehrt durchläuft ein Virus viele Vermehrungszyklen, bis es sich an einen neuen Wirt adaptiert und seine Virulent reduziert. Von Tieren auf Menschen übertragene, bekannte Viruskrankheiten (virale Zoonosen) sind z.B. Tollwut, Influenza-H5 oder -H7 und Zeckenenzephalitis. Die Globalisierung lässt nun weitere Viren aus ihren ökologischen Nischen heraustreten. Sie tragerl, exotische Namen wie Ebola, Nipah und Chikungunya oder Abkürzungen wie WNV und SARS. Welche Viren könnten auch für die Schweiz relevant werden, und wie bereiten wir uns vor?

Blutproben Entnahme
Montag 13.10.08
Charles Darwin und die Folgen der Inzucht
Prof. Dr. Lukas Keller,
Zoologisches Museum der Universität Zürich
Einführung:
Vor fast genau 150 Jahren, am 1. Juli 1858, legten Alfred Russet Wallace und Charles Darwin in der Linnean Society in London ihre unabhängig voneinander entwickelten, bahnbrechenden Ideen zur Evolution dar. Dieser Geburtstag soll Grund sein, die von Darwin errungenen Erkenntnisse aus heutiger Sicht zu evaluieren. Da dies für Darwin's Hauptwerk schon zur Genüge geschehen wird, wende ich mich hier einem seiner weniger bekannten, in Fachkreisen aber nicht minder beachteten Werke zu: Den Arbeiten zu den Folgen der Inzucht, die ich aus evolutions- und naturschutzbiologischer Sicht diskutiere. Dabei spielen Erkenntnisse aus Inselpopulationen von Spottdrosseln und Darwin's Finken in den Galapagos, von Singammern in Kanada und von Steinböcken in der Schweiz eine zentrale Rolle.

Galapagos: Der Kakuktusfink
Montag 27.10.08
Das Immunsystem im Reagenzglas nachgebaut: Quelle für neue therapeutische Proteine
Prof. Dr. Andreas Plückthun
Biochemisches Institut der Universität Zürich
Einführung:
Das Immunsystem weiss nicht, wie das Virus oder ein Bakterium aussehen wird, welches uns als nächstes infizieren wird. Es hält einige Milliarden verschiedene Antikörper bereit, und stellt diejenigen her, die "passen", und verändert sie durch Evolution sogar noch weiter. Denselben Prozess können wir heute im Reagenzglas ablaufen lassen, nicht nur mit Antikörpern, sondern auch mit ganz anderen Proteinen. Auf diese Art kann man massgeschneiderte und perfekt passende Proteine erzeugen, aus denen sich völlig neue Medikamente entwickeln lassen, z.B. zur Tumorbekämpfung.

Tumorzellen in Gewebeschnitten
Montag 10.11.08
Florenwandel in der alpinen Stufe des Berninagebiets — ein Klimasignal?
Prof. Dr. Conradin Burga
Geographisches Institut der Universität Zürich
Einführung:
Von 2004 bis 2005 wurde auf dem Piz Languard (3262 m) bei Pontresina (Graubünden) ein Gipfelflora-Monitoring durchgeführt. Mit einem Fehler von +- 10 Höhenmetern wurden die Verbreitungsobergrenzen einzelner Blütenpflanzen im Höhenintervall 3000 bis 3262 m erfasst. Diese Erhebungen wurden mit früheren Inventaren aus den Jahren 1905, 1907, 1941, 1985 und 2003 verglichen. Die bereits früher beobachtete Zunahme der Artenzahl im Gipfelbereich konnte bestätigt werden. Während bei 36 Arten die Verbreitungsobergrenzen nahezu unverändert geblieben sind, konnte bei 37 Arten ein deutlicher Anstieg fest¬gestellt werden; bei 12 Arten ergab sich ein leichter Abstieg. Ab etwa 1985 kann ein beschleunigter Anstieg mit rund 10 Höhenmetern pro Jahrzehnt festgestellt werden.

Engadinersee und Flora
Montag 24.11.08
Nicht-invasive Hirnoperationen
Prof. Dr. med. Ernst Martin
Leiter des MR-Zentrum, Kinderspital der Universität Zürich
Einführung:
Mittels bildgesteuertem, fokussiertem Hochenergie-Ultraschall sollen Operationen im Gehirn in naher Zukunft möglich werden. Durch die intakte Schädeldecke hindurch sollen funktionelle Störungen, wie zum Beispiel neurogene Schmerzen (Phantomschmerzen), motorische Störungen (Parkinson, Spastizität), Tinnitus und Physik im Dienste der Medizin bestimmte Formen der Epilepsie, sowie schwer zugängliche Hirntumore vollständig nicht-invasiv behandelt werden.In Zusammenarbeit mit Neurochirurgen, Computerspezialisten, Neuroradiologen und MR-Physikern wird der ganze Eingriff mittels Magnetresonanz Bildgebung quasi an-live gesteuert. Am Kinderspital Zürich ist eines der zwei weltweit einzigen Prototypen-Systeme installiert und in Betrieb.

Physik im Dienste der Medizin
Montag 8.12.08
1) Verleihung des Jugendpreises 2008
2) Vortrag: Tickt die Uhr in der Pubertät anders?
PD Dr. med. Oskar Jenni
Entwicklungspädiatrie am Kinderspital der Universität Zürich
Einführung:
Das Schlafverhalten zeigt im Verlaufe der Adoleszenz grosse Veränderungen. Die Jugendlichen gehen mit zunehmendem Alter immer später ins Bett, schlafen über die Wochenenden aus und zeigen vermehrt Tagesmüdigkeit. In den letzten Jahren zeigten wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die Verzögerung der Schlafphase in der Pubertät wesentlich durch neurobiologische Veränderungen geprägt ist. Eigenheiten der inneren Uhr und der Schlafregulation zeigen spezifische Reifeprozesse, über die der Vortrag berichtet. Folgende Fragen werden thematisiert: Wie ist der Schlaf bei Jugendlichen reguliert? Welche Folgen hat die Verzögerung der Schlafphase für die Jugendlichen? Welche Rolle spielt der Schlaf für die Gehirnentwicklung bei Pubertierenden? Soll der Schulbeginn am Morgen verschoben werden?

Andere Uhr:
Munch 1886; Dali 1931
Zentralbibliothek Zürich, Zähringerplatz 6
02.01.2009 Bächtelistag   10.00 - 12.00 Uhr
Stubenhitze und Neujahrsblätter-Verkauf 2008:
Umweltentwicklung Schweiz: Die letzten 30 Jahre
(Georg Klaus, Franz X. Stadelmann, Frank A. Klötzli))

Neujahrsblatt für Kinder: 
Biotreibstoffe (Susanne Haller-Brem)

Neue Interviews und Updates der Interview-Serie.
Genauere Angaben finden Sie
gelegentlich unter Neujahrsblättern.

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